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Mai 11
2010

EU-Minister geben grünes Licht für Bankdaten-Abkommen!

Erstellt von david in Datenschutz

david

Die EU handelt mit den USA ein neues Abkommen über die Weitergabe von Bankkunden-Daten an US-Terrorfahnder aus. Der Rat der EU-Minister gab am Dienstag in Brüssel offiziell grünes Licht für die Verhandlungen. Drei Monate nach dem Scheitern der ersten Vereinbarung führt die EU-Kommission nun erste Gespräche mit den Amerikanern. Bis zum Sommer soll ein neuer Vertrag stehen.

Das Abkommen soll amerikanischen Geheimdiensten im Kampf gegen Terroristen den Zugriff auf Daten von europäischen Bankkunden erlauben. Dabei geht es um Name, Adresse, Empfänger und Höhe der Überweisung. Das gilt aber nur für den Fall, dass ein Kunde Geld in Länder außerhalb der EU überweist. Die USA wollen auf diese Weise Geldtransfers von Terroristen aufdecken und deren Finanzströme trockenlegen.

Widerstand gibt es allerdings aus dem Europaparlament, das zustimmen muss und im Februar das erste sogenannte Swift-Abkommen gestoppt hatte. Die Abgeordneten verlangen strenge Auflagen für die US-Geheimdienste und einen besseren Datenschutz. So sollen betroffene Bürger ein Klagerecht gegen die Verwendung ihrer Daten bekommen. Außerdem sollen die USA keine Daten an befreundete Geheimdienste weitergeben. Umstritten ist auch die lange Speicherdauer der Daten von fünf Jahren.
(dpa) / (vbr)

Mai 11
2010

Twitter testet Dienst für Unternehmen!

Erstellt von cornelia in Web

cornelia

Der Mikroblogging-Dienst Twitter hat mit Tests für einen neuen Dienst für Geschäftsleute begonnen. Das Online-Magazin Mashable berichtet, das "Twitter Business Center" stehe nun für wenige Accounts bereit. Ein Hauptmerkmal des Dienstes sei, Direktnachrichten von jedem Twitter-Nutzer empfangen zu können. Gewöhnlichen Twitterern ist das nur möglich, wenn sie sich gegenseitig folgen. Unternehmen könnten so zum Beispiel Rückmeldungen von ihren Kunden erhalten.

Ausgewählte Unternehmen bekamen von Twitter eine E-Mail, in der sie über die mögliche Teilnahme an dem Betaprogramm informiert wurden, hieß es. Wenn sie einwilligten, werde der Account automatisch mit einem Prüfsiegel versehen. Bisher waren "Verified Accounts" nur Einzelpersonen zugänglich. Unternehmen mit einem "Business-Account" sei es zudem möglich, mehrere Nutzer zuzulassen, die unter diesem Account Tweets veröffentlichen können.

Twitter wurde am Montag mit einem Fehler in seinem System konfrontiert, auf den durch Zufall vermutlich zuerst ein türkischer Nutzer des Mikroblogging-Dienstes gestoßen war. Dieser schildert, er habe einem Freund mitteilen wollen, dass er ebenfalls einer Musikgruppe namens "Accept" lausche. Dabei habe er die Zeichenfolge "Accept pwnz" benutzt und sich damit als Bewunderer der deutschen Heavy-Metal-Band bekannt. Daraufhin habe er festgestellt, dass ihm nun ein anderer Nutzer namens @pwnz folgt. Offenbar war der türkische Nutzer auf einen Befehl gestoßen, durch den er jeden beliebigen Twitternutzer in seine Gefolgschaft ziehen konnte. Das ist im normalen Twitterbetrieb nicht möglich.

Nachdem sich die Nachricht über den Bug über das Internet verbreitet hatte, gab Twitter eine Warnung an seine Nutzer heraus und teilte später mit, es habe den Fehler erkannt und beseitigt. In der Zwischenzeit waren die Follower-Zähler vorübergehend auf Null gesetzt worden. (anw)

Mai 11
2010

Blog Twitter-Bombendrohung: User schuldig gesprochen.

Erstellt von William in Web

William

Welche Gefahren ein Tweet mit sich bringt, musste ein Twitter-User im Januar dieses Jahres erfahren. Er hatte eine Bombendrohung getwittert. Was als Scherz gedacht war, sorgte für einen Großeinsatz der Polizei.

Der 6. Januar 2010 wird Paul Chambers sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. An diesem Tag hörte der junge Mann den Wetterbericht für Großbritannien. Als die Schließung des Robin Hood Airports gemeldet wurde, war er frustriert. Schließlich wollte er wenige Tage später genau diesen Airport benutzen, um zu seiner Freundin zu gelangen. Er veröffentlichte daraufhin einen folgenschweren Tweet: "Robin Hood Airport wurde geschlossen. Ihr habt eine Woche um das wieder in Ordnung zu bringen, oder ich sprenge den Airport in die Luft!!" Wie Chambers später erklärte, sei der Tweet nur scherzhaft gemeint gewesen. Für die Polizei spielte dies jedoch kaum eine Rolle. Es folgte ein großer Polizeieinsatz, die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Am 13. Januar nahm man ihn fest. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass von ihm keine Gefahr ausging.

Seine Mitteilung hatte jedoch zu Beunruhigungen geführt. Obwohl Chambers wenig später wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, folgte die Anklage. Der Fall wurde nun in Großbritannien verhandelt. Dem Beklagten wurde vorgeworfen, dass seine Mitteilung die öffentliche Ordnung gestört und gefährdet habe. Die Verhandlung lief zügig ab. Chambers wurde für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe von 1.000 Britischen Pfund (ca. 1.200 Euro) verurteilt.

Vor Gericht entschuldigte sich Chambers für sein Verhalten. "Es kam mir gar nicht in den Sinn, dass [die Leute vom Robin Hood Airport] jemals Twitter ansehen oder sogar ernst nehmen [...]", erklärte er. Neben der jetzt ausgesprochenen Geldstrafe wurde Chambers von seinem früheren Arbeitgeber entlassen. Zahlreiche Twitter-Nutzer haben bereits angeboten, Geld für die Begleichung der Strafe zu spenden.

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